Das sind die 5 Körpergesten, die du bei der Arbeit vermeiden solltest, wenn du erfolgreich sein willst, laut Psychologie

Diese 5 Körpergesten sabotieren deinen Erfolg – und du merkst es nicht mal

Du hast dich auf das Meeting vorbereitet wie ein Profi. Argumente sitzen, Zahlen stimmen, dein Outfit ist on point. Aber irgendwie nickt der Chef am Ende trotzdem deinem Kollegen zu, der halb so viel gesagt hat. Was ist da schiefgelaufen? Die Antwort könnte in etwas liegen, das du vermutlich komplett ignoriert hast: deine Körpersprache.

Hier ist die unbequeme Wahrheit – während du dir stundenlang den Kopf über die perfekte Formulierung zerbrichst, sendet dein Körper ununterbrochen Signale aus. Diese Signale werden von unserem Gehirn als deutlich Körpersprache wird ehrlicher wahrgenommen als alles, was aus deinem Mund kommt. Warum? Weil Körpersprache verdammt schwer zu faken ist. Du kannst deine Worte kontrollieren, aber deine Füße, Hände und deine Haltung verraten oft mehr über deinen inneren Zustand als dir lieb ist.

Das Verrückte dabei: Erfolgreiche Menschen haben diese subtilen Selbst-Sabotage-Gesten aus ihrem Repertoire gestrichen. Nicht weil sie Roboter sind, sondern weil sie verstanden haben, dass nonverbale Kommunikation in der Arbeitswelt über Kompetenz und Inkompetenz entscheiden kann. Die gute Nachricht? Du kannst das auch lernen.

Warum dein Körper dich bei jeder Präsentation verpetzt

Bevor wir zu den konkreten Gesten kommen, lass uns kurz klären, warum das Ganze überhaupt so wichtig ist. Unser Gehirn hat sich über Jahrmillionen entwickelt, und in dieser Zeit hat es gelernt, nonverbale Signale als vertrauenswürdiger einzustufen als verbale. Das macht evolutionär total Sinn – Worte kann man leicht manipulieren, aber wenn jemand nervös mit dem Fuß wippt oder sich ständig ins Gesicht fasst, läuft da etwas auf einer tieferen Ebene ab.

Deine Kollegen und Vorgesetzten nehmen diese Signale unbewusst wahr und interpretieren sie als Zeichen von Stress, Unsicherheit oder mangelndem Selbstvertrauen. Niemand denkt bewusst „Oh, die wippt mit dem Fuß, also ist sie unsicher“ – aber das Gehirn zieht trotzdem seine Schlüsse. Diese Wahrnehmung läuft komplett unter dem Radar und beeinflusst massiv, wie andere deine Kompetenz einschätzen.

Das Faszinierende dabei ist die Rückkopplung zwischen Körper und Geist. Deine Haltung beeinflusst nicht nur, wie andere dich sehen, sondern auch, wie du dich selbst fühlst. Wenn du zusammengesunken dasitzt, fühlt sich dein Gehirn tatsächlich weniger selbstbewusst an. Wenn du eine offene, aufrechte Position einnimmst, steigt dein subjektives Erleben von Kompetenz. Diese Body-Mind-Feedback-Schleife kannst du gezielt zu deinem Vorteil nutzen.

Geste Nummer 1: Das nervöse Fußwippen – wenn deine Füße „Flucht!“ schreien

Du sitzt im Meeting, Beine übereinander geschlagen, und dein oberer Fuß wippt rhythmisch auf und ab. Klingt harmlos, oder? Falsch. Diese Geste ist einer der häufigsten Karrierekiller überhaupt, und die meisten Menschen merken nicht mal, dass sie es tun.

Fußwippen ist eine klassische selbstberuhigende Geste. Wenn wir gestresst oder nervös sind, sucht unser Körper nach Ventilen für die überschüssige Energie. Der wippende Fuß ist im Grunde ein abgeschwächter Fluchtimpuls – evolutionär gesehen will dein Körper die Beine in die Hand nehmen und abhauen, aber da das im Konferenzraum keine Option ist, wippt er einfach vor sich hin.

Das Problem: Dein Gegenüber nimmt das unbewusst wahr und interpretiert es als Zeichen von Nervosität, Ungeduld oder fehlendem Selbstvertrauen. In Verhandlungen kann ein wippender Fuß sogar signalisieren, dass du unter Druck stehst – ein Signal, das geschickte Verhandlungspartner gnadenlos ausnutzen werden. Die Lösung ist simpel, aber wirkungsvoll: beide Füße fest auf den Boden, gleichmäßig belastet. Diese geerdete Position vermittelt Stabilität und Ruhe nach außen, und hier kommt der Bonus: Du fühlst dich tatsächlich stabiler und ruhiger, wenn du diese Haltung einnimmst.

Geste Nummer 2: Hände in den Taschen – das universelle Misstrauens-Signal

Hände in den Hosentaschen oder Jackentaschen mögen in lockeren Situationen entspannt wirken. Im professionellen Kontext sind sie aber ein psychologisches Warnsignal der Extraklasse. Und das hat einen ziemlich primitiven Grund.

Unser Gehirn will die Hände unseres Gegenübers sehen können. Das ist evolutionär tief verankert – versteckte Hände bedeuteten historisch gesehen potenzielle Gefahr. Was versteckt diese Person? Kann ich ihr trauen? Diese Alarmsysteme laufen auch heute noch, auch wenn die Gefahr im Büro eher gering ist, mit einem Steinwerkzeug angegriffen zu werden.

Menschen mit Händen in den Taschen werden automatisch als weniger offen, weniger vertrauenswürdig und weniger engagiert wahrgenommen. Das läuft komplett unbewusst ab, aber die Wirkung ist real. Erfolgreiche Kommunikatoren halten ihre Hände sichtbar und nutzen sie gezielt, um ihre Botschaften zu unterstreichen. Ein weiterer Aspekt: Hände in den Taschen berauben dich eines deiner mächtigsten Kommunikationswerkzeuge – der Gestik. Deine Hände können Konzepte visualisieren, Größenverhältnisse verdeutlichen und Emotionen transportieren. Wenn sie in den Taschen verschwinden, verlierst du diese gesamte Ausdrucksebene.

Geste Nummer 3: Verschränkte Arme – die physische Barriere zum Erfolg

Ah ja, der absolute Klassiker der negativen Körpersprache. Verschränkte Arme sind vermutlich die bekannteste Abwehrhaltung überhaupt – und das aus verdammt gutem Grund. Diese Position schafft buchstäblich eine physische Barriere zwischen dir und deinem Gegenüber.

Psychologisch signalisiert sie Verschlossenheit, Defensivität und mangelnde Offenheit für neue Ideen. In Meetings kann diese Haltung dich als jemanden erscheinen lassen, der nicht mitarbeiten will oder der Vorschläge bereits innerlich abgelehnt hat, bevor sie überhaupt auf dem Tisch liegen. Das ist besonders fatal, wenn du eigentlich überzeugen oder Teamgeist demonstrieren möchtest.

Viele Menschen verschränken ihre Arme einfach aus Gewohnheit oder weil sie nicht wissen, wohin sonst mit ihren Händen. Die Intention mag harmlos sein, aber die Wirkung ist verheerend. Und hier kommt ein Detail ins Spiel, das viele übersehen: versteckte Daumen. Wenn du deine Arme verschränkst und deine Daumen unter den anderen Fingern versteckst, verstärkst du das Signal der Unsicherheit noch mal deutlich. Experten für Körpersprache weisen darauf hin, dass sichtbare Daumen Selbstsicherheit ausstrahlen, während versteckte Daumen genau das Gegenteil bewirken. Wenn du schon deine Arme zusammenführen musst, dann zumindest mit sichtbaren Daumen – noch besser ist es aber, die Hände locker vor dem Körper zu positionieren oder aktiv zu gestikulieren.

Geste Nummer 4: Ständiges Gesicht-Berühren – die Mikromanipulation der Nervosität

Kurz ans Kinn fassen, durchs Haar streichen, an der Nase reiben – diese kleinen Gesten wirken auf den ersten Blick völlig harmlos. Aber sie sind tatsächlich mächtige Signalgeber für innere Anspannung. Und das Schlimmste daran: Die meisten Menschen merken gar nicht, wie oft sie es tun.

Diese Berührungen sind weitere selbstberuhigende Verhaltensweisen, die in Stresssituationen automatisch zunehmen. Jedes Mal, wenn du während eines wichtigen Gesprächs dein Gesicht berührst, ziehst du die Aufmerksamkeit von deinen Worten ab und richtest sie auf deine Unsicherheit. Statt deinen brillanten Argumenten zu lauschen, bemerkt dein Gegenüber unbewusst: Diese Person ist nervös.

Es gibt noch einen interessanten psychologischen Nebeneffekt: Menschen, die häufig ihr Gesicht berühren, werden oft als weniger vertrauenswürdig wahrgenommen. Dieser Effekt ist sogar in Verhörsituationen dokumentiert – Ermittler achten gezielt auf erhöhte Gesichtsberührungen als mögliches Anzeichen für Täuschung oder extremen Stress. Im beruflichen Kontext willst du definitiv nicht diesen Eindruck erwecken. Erfolgreiche Menschen haben gelernt, ihre Hände bewusst einzusetzen – für Gestik, die ihre Botschaft unterstützt, nicht für nervöse Selbstberührungen, die sie untergraben.

Geste Nummer 5: Die zusammengesunkene Haltung – wenn dein Körper „Ich bin unwichtig“ brüllt

Hängende Schultern, nach vorne geneigter Kopf, zusammengesunkener Oberkörper – diese Haltung ist das komplette Gegenteil dessen, was Psychologen als Power-Pose bezeichnen. Während offene, raumgreifende Haltungen Selbstvertrauen und Autorität ausstrahlen, signalisiert eine zusammengesunkene Position Unterwürfigkeit und mangelndes Selbstwertgefühl.

Das Spannende an der Körperhaltung ist die bereits erwähnte bidirektionale Beziehung zwischen Körper und Psyche. Deine physische Haltung beeinflusst tatsächlich deine Gedanken und Gefühle. Wenn du zusammengesunken dasitzt, interpretiert dein Gehirn das als Signal dafür, dass gerade etwas nicht stimmt – und dein subjektives Selbstvertrauen sinkt tatsächlich. Wenn du dagegen aufrecht sitzt oder stehst, mit geöffneter Brust und entspannten Schultern, steigt dein inneres Erleben von Kompetenz.

Erfolgreiche Menschen nutzen diesen Mechanismus völlig bewusst. Vor wichtigen Meetings nehmen sie buchstäblich Raum ein – nicht aus Arroganz, sondern weil sie verstanden haben, dass ihre Haltung sowohl ihre innere Verfassung als auch ihre äußere Wirkung formt. Ein simpler Trick: Stell dir vor, ein unsichtbarer Faden zieht deinen Kopf sanft nach oben. Automatisch richten sich deine Schultern auf, deine Brust öffnet sich, und du nimmst mehr Raum ein. Diese kleine Visualisierung kann einen enormen Unterschied machen.

Von der Erkenntnis zur Transformation – so trainierst du deine Körpersprache

Jetzt kommt der praktische Teil. Wie wird man diese eingefahrenen Muster eigentlich los? Die gute Nachricht: Es ist absolut möglich. Die weniger gute: Es braucht bewusste Anstrengung und Zeit. Körpersprache ist trainierbar – aber sie wird nicht über Nacht zur zweiten Natur.

Der erste Schritt ist Bewusstsein. Viele dieser Gesten laufen komplett unbewusst ab. Nimm dich bei einer Präsentation auf Video auf oder bitte einen vertrauten Kollegen um schonungsloses Feedback. Welche der fünf Gesten zeigst du besonders häufig? In welchen Situationen tauchen sie auf? Ist es bei bestimmten Themen? Bei bestimmten Personen?

Dann brauchst du Ersatzverhalten. Es reicht nicht, einfach nur aufzuhören. Dein Körper will etwas tun mit der nervösen Energie. Statt mit dem Fuß zu wippen, stelle beide Füße bewusst fest auf den Boden. Statt die Arme zu verschränken, positioniere deine Hände locker auf dem Tisch oder nutze sie für unterstreichende Gestik. Statt ins Gesicht zu fassen, setze die Hände bewusst ein, um Punkte zu unterstreichen.

Ein mächtiger Trick, der von Körpersprache-Experten empfohlen wird: die Power-Pose-Routine vor wichtigen Situationen. Zwei Minuten in einer selbstbewussten, raumgreifenden Position – etwa stehend mit weit ausgebreiteten Armen oder Händen in die Hüften gestemmt – können messbar Power-Pose steigert Selbstvertrauen. Du gehst dann bereits mit einem anderen inneren Zustand in die Situation hinein und kannst deine Nervosität besser kontrollieren.

Die Grenzen der Kontrolle – bleib authentisch, nicht roboterhaft

Bevor du jetzt anfängst, jede Bewegung zu analysieren: Das Ziel ist nicht, ein emotionsloser Roboter zu werden, der jede Geste kalkuliert. Zu viel Kontrolle kann tatsächlich nach hinten losgehen. Menschen spüren intuitiv, wenn jemand unnatürlich agiert, und das erzeugt mehr Misstrauen als ein gelegentliches Fußwippen.

Es geht darum, die extremen, selbstsabotierenden Gesten zu eliminieren oder zumindest zu reduzieren. Ein gelegentliches Haar-Zurückstreichen macht dich nicht inkompetent. Ständiges nervöses Zappeln während einer wichtigen Präsentation schon eher. Es geht um das Gesamtbild und um die Momente, in denen es wirklich zählt. Das ultimative Ziel ist Kongruenz – die Übereinstimmung zwischen dem, was du sagst, wie du es sagst und was dein Körper ausdrückt. Wenn diese drei Ebenen harmonieren, wirkst du authentisch und überzeugend. Wenn sie auseinanderklaffen, spüren Menschen die Dissonanz, auch wenn sie nicht genau benennen können, was sie stört.

Deine Körpersprache als Karriere-Hebel – warum es sich lohnt, jetzt anzufangen

Hier ist die brutale Wahrheit: In den ersten Sekunden einer Begegnung bilden Menschen sich ein Urteil über dich. Und dieses Urteil basiert zu einem riesigen Teil auf nonverbalen Signalen. Deine Qualifikationen, deine brillanten Ideen, deine beeindruckende Arbeitsmoral – all das kommt erst später zum Tragen. Zuerst zählt der Eindruck, den dein Körper vermittelt.

Menschen, die beruflich richtig weit gekommen sind, haben oft – bewusst oder unbewusst – verstanden, dass Körpersprache ein Asset ist, in das es sich massiv lohnt zu investieren. Sie ist wie eine Fremdsprache: Am Anfang fühlt es sich gezwungen und unnatürlich an, bewusst auf Haltung und Gestik zu achten. Aber mit der Zeit wird es zur Gewohnheit, dann zur zweiten Natur. Und dann passiert etwas ziemlich Cooles: Du sendest nicht nur nach außen Signale der Kompetenz – du fühlst dich tatsächlich kompetenter. Die Body-Mind-Feedback-Schleife funktioniert in beide Richtungen, und deine äußere Haltung wird zu deiner inneren Haltung.

Die fünf Körpergesten, die wir durchgegangen sind, sind keine trivialen Details. Sie sind mächtige nonverbale Botschaften, die mitentscheiden, wie andere deine Kompetenz, dein Selbstvertrauen und dein Führungspotenzial einschätzen. Das wirklich Schöne daran: Anders als deine Ausbildung oder deine bisherige Berufserfahrung ist Körpersprache etwas, das du ab sofort verändern kannst. Kein zusätzliches Studium nötig, keine jahrelange Zusatzqualifikation. Nur Bewusstsein, Übung und die Bereitschaft, alte Muster durch neue zu ersetzen.

Beim nächsten wichtigen Meeting gilt also: Füße fest auf dem Boden, Hände sichtbar und aktiv, Haltung aufrecht und offen. Nicht weil du etwas vortäuschen willst, sondern weil du deinem Gehirn und den Gehirnen deiner Zuhörer die richtigen Signale sendest. Signale, die sagen: Ich bin hier, ich bin kompetent, und ich bin es wert, gehört zu werden.

Welche Körpersabotage zeigst du (unbewusst) am häufigsten im Meeting?
Fußwippen
Arme verschränken
Gesicht berühren
Hände in Taschen
Zusammensacken

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