Während in Europa die Wintertage kurz und grau sind, bietet sich im Januar die perfekte Gelegenheit für einen spontanen Wochenendtrip in die Karibik. Cabarete an der Nordküste der Dominikanischen Republik erwartet euch mit konstanten 28 Grad, türkisfarbenem Wasser und einer entspannten Atmosphäre, die Abenteuer und Erholung gleichermaßen verspricht. Dieser kleine Küstenort hat sich längst vom verschlafenen Fischerdorf zum Mekka für Wassersportler entwickelt, ohne dabei seinen authentischen Charme zu verlieren. Das Beste daran? Ein Wochenende in Cabarete muss euer Budget nicht sprengen – mit den richtigen Tipps genießt ihr hier unvergessliche Tage ohne Reue beim Blick aufs Konto.
Warum Cabarete im Januar perfekt für euren Freundestrip ist
Der Januar zählt zu den besten Monaten für einen Besuch in Cabarete. Die Regenzeit liegt hinter euch, die Luftfeuchtigkeit ist angenehm und die Passatwinde wehen zuverlässig – ideal für alle Wassersportarten. Während andere Karibikdestinationen im Januar vor Touristen überquellen, bewahrt Cabarete seine lockere Atmosphäre. Der Ort zieht eine bunte Mischung aus Backpackern, Surfern und Kitesurfern aus aller Welt an, was für eine internationale, offene Stimmung sorgt. Hier lernt man schnell neue Leute kennen, tauscht Reisetipps aus und verbringt gemeinsame Abende am Strand – perfekt also für einen Trip mit Freunden.
Die Strände: Mehr als nur Postkartenmotive
Cabarete erstreckt sich entlang mehrerer Strandabschnitte, die jeweils ihren eigenen Charakter haben. Der Hauptstrand ist das pulsierende Herz des Ortes, wo sich tagsüber die bunten Kites der Surfer am Himmel tummeln und abends das gesellige Leben beginnt. Hier reihen sich einfache Strandbars aneinander, in denen ihr für 3 bis 5 Euro lokale Gerichte wie frischen Fisch mit Reis und Bohnen bekommt. Die Füße im Sand, ein kühles Presidente-Bier in der Hand und der Blick aufs Meer – so lässt sich der Jetlag wunderbar verschlafen.
Etwas östlich liegt Kite Beach, wo im Januar optimale Windbedingungen herrschen. Selbst wenn ihr nicht selbst aufs Brett steigt, ist das Zuschauen hier ein spektakuläres Erlebnis. Dutzende farbenfrohe Drachen tanzen am Himmel, während Surfer waghalsige Sprünge vollführen. Die Energie ist ansteckend und der Strand bietet genug schattige Plätzchen unter Palmen, um den Tag einfach zu beobachten und zu entspannen.
Verborgene Buchten und Schnorchelspots
Wer Ruhe sucht, sollte sich ein paar Minuten zu Fuß oder per Motorradtaxi zu den ruhigeren Strandabschnitten aufmachen. Playa Encuentro im Westen ist bei klassischen Surfern beliebt und deutlich weniger überlaufen. Hier könnt ihr für etwa 15 Euro pro Person Schnorchelausrüstung leihen und die bunten Fischschwärme entlang der Riffe erkunden. Die Korallenformationen sind zwar nicht mit den großen Tauchgebieten der Karibik vergleichbar, bieten aber durchaus sehenswerte Unterwasserlandschaften.
Aktivitäten für jedes Budget und jeden Geschmack
Cabarete lebt vom Wassersport, und im Januar sind die Bedingungen optimal. Kitesurfing-Anfängerkurse gibt es bereits ab etwa 40 Euro für eine zweistündige Einführung. Wenn ihr zu mehreren seid, lohnt sich oft eine Gruppenbuchung mit Preisreduktion. Viele Schulen entlang des Strandes bieten flexible Pakete an, und beim Bummeln und Vergleichen lässt sich einiges sparen. Selbst wenn nur einer aus eurer Gruppe den Sport ausprobieren möchte, macht das Anfeuern vom Strand aus mindestens genauso viel Spaß.
Stand-Up-Paddling ist eine günstigere Alternative und ebenfalls wunderbar für gemeinsame Erlebnisse. Boards könnt ihr stundenweise für etwa 10 Euro mieten. Besonders in den frühen Morgenstunden, wenn das Meer noch spiegelglatt ist, lässt sich die Küste vom Wasser aus erkunden. Der Sonnenaufgang vom Board aus ist ein magischer Moment, den ihr nicht verpassen solltet.
Wenn die Wellen mal Pause haben
An windstillen Tagen – die im Januar selten sind – bietet die Umgebung interessante Ausflugsmöglichkeiten. Die Cascade El Choco liegt etwa 15 Minuten außerhalb und ist ein versteckter Wasserfall inmitten einer Höhle. Der Eintritt kostet nur etwa 2 Euro, und nach einer kurzen Wanderung durch tropische Vegetation könnt ihr in kristallklarem, kühlem Wasser schwimmen. Nehmt Taschenlampen mit, denn die Höhle selbst ist spärlich beleuchtet und hat dadurch einen abenteuerlichen Charakter.

Mountainbike-Touren durch das Hinterland sind ebenfalls erschwinglich. Für circa 8 bis 12 Euro pro Tag lassen sich Bikes mieten, und die Wege durch Zuckerrohrfelder und kleine Dörfer vermitteln einen authentischen Eindruck vom Leben abseits der Touristenzone. Plant genug Trinkwasser ein und startet früh am Morgen, bevor die Mittagshitze einsetzt.
Praktische Tipps für die Fortbewegung
Cabarete selbst ist überschaubar und lässt sich problemlos zu Fuß erkunden. Die Hauptstraße verläuft parallel zum Strand, und alles Wichtige liegt in einem 20-minütigen Spaziergang erreichbar. Für weitere Strecken sind die Motorradtaxis, hier „Motoconchos“ genannt, das günstigste Transportmittel. Eine Fahrt innerhalb des Ortes kostet selten mehr als 1 Euro – verhandelt den Preis aber vorab.
Öffentliche Guaguas, die farbenfrohen Minibusse, verbinden Cabarete mit den Nachbarorten Sosúa und Puerto Plata. Eine Fahrt kostet etwa 50 Cent bis 1 Euro und ist ein Erlebnis für sich. Zwar sind die Busse oft überfüllt und die Fahrweise gewöhnungsbedürftig, aber die Stimmung ist immer gut und ihr spart massiv im Vergleich zu privaten Transfers.
Übernachtung ohne Luxus, aber mit Charme
Cabarete bietet zahlreiche Unterkunftsoptionen für schmale Geldbeutel. Hostels mit Mehrbettzimmern findet ihr ab etwa 12 bis 18 Euro pro Nacht und Person. Viele haben Gemeinschaftsküchen, wo ihr euch selbst versorgen könnt – ein weiterer Spartipp. Die Atmosphäre in diesen Unterkünften ist meist gesellig, mit Gemeinschaftsbereichen, wo Reisende aus aller Welt zusammenkommen.
Für etwas mehr Privatsphäre gibt es einfache Apartments oder Gästezimmer, die sich perfekt für eine Gruppe eignen. Ab etwa 40 bis 60 Euro pro Nacht findet ihr ordentliche Unterkünfte mit eigenem Bad und manchmal sogar einer kleinen Küchenzeile. Wenn ihr zu viert oder fünft reist, relativiert sich der Preis erheblich. Bucht nicht unbedingt im Voraus alles durch – vor Ort lassen sich oft bessere Deals aushandeln, besonders für mehrere Nächte.
Kulinarische Entdeckungen für kleines Geld
Die dominikanische Küche ist herzhaft, reichhaltig und erfreulich günstig. In den kleinen lokalen Essständen entlang der Hauptstraße bekommt ihr typische Gerichte wie Pollo Guisado oder Pescado Frito mit Beilagen für 4 bis 6 Euro. Diese „Comedores“ sind bei Einheimischen beliebt und bieten authentisches Essen fernab der touristischen Aufschläge.
Frisches Obst gibt es auf dem lokalen Markt für einen Bruchteil der Supermarktpreise. Mangos, Papayas, Ananas – im Januar ist die Auswahl groß und die Qualität hervorragend. Deckt euch dort auch mit Snacks und Getränken ein, bevor ihr zum Strand geht. Die Strandverkäufer verlangen oft das Doppelte.
Abends verwandeln sich einige Strandbars in lebendige Treffpunkte mit Live-Musik. Hier könnt ihr für etwa 3 Euro lokale Cocktails wie Mamajuana oder Cuba Libre genießen, während Merengue- und Bachata-Rhythmen durch die laue Nachtluft wehen. Das Nachtleben in Cabarete ist ungezwungen – niemand erwartet schicke Garderobe, und der Sand unter den Füßen bleibt oft bis in die frühen Morgenstunden.
Was ihr einpacken solltet
Die wichtigsten Dinge sind Sonnenschutz, leichte Kleidung und Badeschuhe. Die Korallenstrände können stellenweise scharfkantig sein. Eine wiederverwendbare Wasserflasche spart Geld und Plastik – Trinkwasser gibt es überall zum Nachfüllen. Bargeld ist König in Cabarete, viele kleine Läden und Strandbars akzeptieren keine Karten. Hebt am besten größere Summen an Automaten in Puerto Plata ab, um Gebühren zu minimieren.
Ein Wochenende in Cabarete im Januar bietet die perfekte Mischung aus Aktivität und Entspannung, aus Abenteuer und karibischer Gelassenheit. Mit ein wenig Planung und dem Mut, euch auf die lokale Lebensart einzulassen, erlebt ihr hier unvergessliche Tage mit euren Freunden, ohne dass euer Konto danach Trübsal bläst. Die Erinnerungen an Sonnenuntergänge am Strand, das Lachen beim gemeinsamen Surfversuch und die spontanen Begegnungen mit anderen Reisenden werden noch lange nachwirken – und genau dafür lohnt sich jede Reise.
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