Netflix-Downloads können deinen Handyvertrag sprengen: Der gefährliche Fehler, den 9 von 10 Nutzern machen

Die Netflix-Download-Funktion gehört zu den praktischsten Features des Streaming-Riesen. Unterwegs Serien schauen, im Flugzeug den neuesten Film genießen oder im Urlaub ohne WLAN auskommen – klingt perfekt. Doch genau diese Bequemlichkeit bringt zwei gefährliche Fallstricke mit sich, die euer Datenvolumen auffressen und euren Smartphone-Speicher zum Platzen bringen können. Die meisten Netflix-Nutzer merken es erst, wenn die Drosselungs-Mail vom Mobilfunkanbieter eintrudelt oder das Handy keine neuen Fotos mehr speichern kann.

Der teure Fehler: Downloads über mobile Daten

Beim ersten Einrichten von Netflix übersehen viele eine entscheidende Einstellung: die Beschränkung auf WLAN-Downloads. Netflix ermöglicht nämlich auch Downloads über das Mobilfunknetz, und genau hier lauert die Kostenfalle. Eine einzelne Serienepisode in Standardqualität verbraucht etwa 700 MB. Bei Full HD schnellt dieser Wert auf rund 3 GB pro Stunde hoch, bei 4K Ultra HD sogar auf bis zu 7 GB. Wer also mal eben drei Folgen seiner Lieblingsserie für die Zugfahrt herunterlädt, kann schnell mehrere Gigabyte seines monatlichen Datenvolumens aufbrauchen.

Besonders heimtückisch wird es, wenn die App Downloads im Hintergrund startet, während ihr nicht im WLAN seid. Dann schmilzt euer Datenvolumen dahin, ohne dass ihr es direkt mitbekommt. Einige Mobilfunktarife berechnen für zusätzliches Datenvolumen happige Preise – zwischen 2 und 10 Euro pro Gigabyte sind keine Seltenheit. Wer unbewusst 20 GB über mobile Daten herunterlädt, zahlt schnell einen dreistelligen Betrag zusätzlich zur monatlichen Grundgebühr.

So schützt ihr euer Datenvolumen richtig

Öffnet die Netflix-App und navigiert zum Menü über das Profil-Symbol. Unter „App-Einstellungen“ findet ihr den Punkt „Downloads“. Hier müsst ihr die Option Nur über WLAN aktivieren. Diese simple Einstellung verhindert zuverlässig, dass Netflix jemals eure mobilen Daten für Downloads anzapft.

Ein weiterer Tipp für Datensparer: Überprüft zusätzlich die Download-Qualität. Unter demselben Menüpunkt könnt ihr zwischen verschiedenen Qualitätsstufen wählen. Die Einstellung „Standard“ liefert auf den meisten Smartphone-Displays eine völlig ausreichende Bildqualität und spart massiv Speicherplatz und Downloadzeit. „Hoch“ solltet ihr nur wählen, wenn ihr auf einem Tablet mit großem Display schaut und wirklich Wert auf jedes Detail legt.

Der vergessene Speicherfresser: Alte Downloads

Der zweite häufige Fehler ist subtiler, aber genauso problematisch: Heruntergeladene Inhalte sammeln sich unbemerkt an. Ihr ladet eine Serie für die Geschäftsreise herunter, einen Film für den Flug, noch eine Dokumentation für den Urlaub – und nach einigen Wochen sind 20, 30 oder sogar 50 GB eures Smartphone-Speichers mit Netflix-Inhalten belegt, die ihr längst gesehen habt oder nie schauen werdet.

Die meisten Nutzer denken nicht daran, Downloads manuell zu löschen. Warum auch? Die Inhalte sind ja „irgendwo“ gespeichert, fallen nicht auf und Netflix erinnert auch nicht aktiv daran. Bis plötzlich die Meldung „Speicher voll“ erscheint und keine Fotos, Apps oder Updates mehr Platz finden. Das Gerät wird langsamer und wichtige Funktionen arbeiten nicht mehr richtig.

Regelmäßige Speicherprüfungen als Routine

Öffnet in Netflix den Bereich „Downloads“ über das untere Menü. Hier seht ihr alle heruntergeladenen Inhalte auf einen Blick. Mit dem Bearbeiten-Symbol könnt ihr mehrere Titel gleichzeitig markieren und löschen. Besonders praktisch: Netflix zeigt euch direkt an, wie viel Speicherplatz jeder Download belegt.

Ein cleverer Workflow: Sortiert Downloads nach Datum und löscht alles, was älter als zwei Wochen ist. Seien wir ehrlich – wenn ihr einen heruntergeladenen Film nach zwei Wochen noch nicht geschaut habt, werdet ihr ihn wahrscheinlich auch nicht mehr ansehen. Und wenn doch, ist er in wenigen Minuten erneut heruntergeladen.

Zusätzliche Tipps für Download-Profis

Nutzt die Ablaufdatum-Anzeige zu eurem Vorteil. Netflix zeigt bei jedem Download an, wie lange er verfügbar bleibt. Manche Inhalte verschwinden nach 48 Stunden nach dem ersten Start, andere nach 7 Tagen oder länger. Plant eure Downloads entsprechend und vermeidet Frust, wenn ihr einen Film schauen wollt, der gerade abgelaufen ist.

Für Familien mit mehreren Profilen gilt: Jedes Profil verwaltet seine Downloads separat. Überprüft regelmäßig alle Profile, besonders die der Kinder. Dort sammeln sich erfahrungsgemäß die meisten ungenutzten Downloads an. Kindgerechte Serien und Filme sind zwar meist kleiner, aber in der Masse blockieren auch sie wertvollen Speicher.

Die gute Nachricht: Beide Probleme lassen sich mit wenigen Handgriffen lösen. Die Einstellungen sind einmal gemacht und funktionieren dann dauerhaft im Hintergrund. Ein kurzer Blick in die Netflix-Einstellungen alle paar Wochen reicht, um die Kontrolle zu behalten.

Prüft am besten jetzt gleich eure Einstellungen. Öffnet Netflix, navigiert zu den App-Einstellungen und kontrolliert, ob „Nur über WLAN“ aktiviert ist. Schaut gleichzeitig in eure Downloads und löscht alles, was ihr nicht in den nächsten Tagen schauen werdet. Diese fünf Minuten sparen euch potenziell hunderte Euro und jede Menge Ärger mit vollem Speicher. Und ganz nebenbei läuft euer Smartphone danach auch wieder merklich flotter.

Wie viel GB Netflix-Downloads verstauben gerade auf deinem Handy?
Unter 5 GB zum Glück
5 bis 20 GB puh
Über 20 GB ups
Keine Ahnung ehrlich gesagt
Ich lösche immer sofort

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