Die Landarztpraxis verspricht am 22. Januar 2026 emotionale Achterbahnfahrten der besonderen Art. In Staffel 4, Folge 13 steht die komplizierte Familiengeschichte zwischen Vicki Raichinger und ihrem Bruder Max im Mittelpunkt, während zeitgleich Simon mit seinen eigenen inneren Dämonen kämpft. Die neue Episode trägt den vielsagenden Titel, der perfekt zum Geschehen passt: Es geht um Versöhnung, unterdrückte Gefühle und die Frage, ob manche Wunden jemals heilen können.
Vicki Raichinger und Bruder Max: Zwischen Hoffnung und Zurückweisung
Nach all den dramatischen Wendungen der letzten Wochen – der schmerzhafte Betrug durch ihren verschwundenen Verlobten Hannes, der Umzug in die WG mit Fabian Kroiß und die knisternde Annäherung an Simon – nimmt sich Vicki endlich vor, zu ihrem ursprünglichen Ziel zurückzukehren. Sie ist schließlich nach Wiesenkirchen gekommen, um nach fünfzehn Jahren Funkstille den Kontakt zu Max wiederherzustellen. Doch wer glaubt, dass Geschwisterliebe automatisch alle Gräben überbrückt, unterschätzt die Sturheit der Familie Raichinger gewaltig.
Max zeigt sich von seiner unversöhnlichsten Seite und blockt jeden Annäherungsversuch seiner Schwester konsequent ab. Für Vicki, die ohnehin gerade durch die Hölle gegangen ist, eine besonders harte Nuss. Doch die junge Ärztin wäre nicht die resiliente Kämpferin, die wir in den letzten Folgen kennengelernt haben, wenn sie so schnell aufgeben würde. Interessant wird sein zu beobachten, wie sich Juliane Fisch als Vicki durch diese emotionalen Minenfelder navigiert – die Schauspielerin hat in den vergangenen Episoden bereits bewiesen, dass sie Verletzlichkeit und Stärke glaubwürdig kombinieren kann.
Landarztpraxis Staffel 4: Der Schlüssel liegt bei Basti
Der entscheidende Durchbruch kommt aus einer unerwarteten Richtung. Vicki bemerkt, dass Max unter dem Zerwürfnis mit seinem Sohn Basti leidet. Hier zeigt sich ihr medizinischer und menschlicher Instinkt: Statt weiter gegen die Mauer anzurennen, die Max zwischen ihnen aufgebaut hat, sucht sie einen Umweg. Sie findet einen Zugang zu Basti, der bekanntlich plant, Wiesenkirchen schnellstmöglich zu verlassen und seinen eigenen Weg zu gehen.
Was Vicki ihrem Neffen sagt, dürfte den Kern der morgigen Folge treffen: dass man vor seinem Schmerz nicht davonlaufen kann. Diese Botschaft ist natürlich hochgradig ironisch, wenn man bedenkt, dass sowohl Vicki als auch Simon genau das versucht haben – sie vor ihrer gescheiterten Beziehung, er vor seiner mysteriösen medizinischen Vergangenheit. Die Drehbuchautoren spielen hier geschickt mit Spiegelungen und Parallelen.
Simon und sein ungelöster Schmerz
Besonders spannend wird die Frage, wie Vickis Worte an Basti auch Simons Seelenleben treffen. Der attraktive Restaurantmanager der Alten Post hütet ein Geheimnis, das immer deutlicher durchschimmert. Seine wiederholten Demonstrationen medizinischer Fachkenntnisse – zuletzt bei der Geburt von Biancas Baby und beim Babysitting von Mimi – können kein Zufall sein. Simon hat offensichtlich eine medizinische Ausbildung, vielleicht sogar als Arzt praktiziert. Doch irgendetwas ist passiert, etwas so Schmerzhaftes, dass er diesem Kapitel komplett den Rücken gekehrt hat.
Die Tatsache, dass er unwissentlich von Vickis Gespräch mit Basti berührt wird, lässt vermuten, dass er zufällig mitbekommt, was sie sagt. Wird das der Auslöser sein, der ihn endlich dazu bringt, sich seinem größten Schmerz zu stellen? Ben Braun hat Simon bisher als charmanten, aber zurückhaltenden Charakter angelegt – es wäre höchste Zeit, dass diese Fassade endlich Risse bekommt.
Simon und Vicki: Spekulationen und mögliche Wendungen
Die aktuelle Konstellation bietet reichlich Potenzial für dramatische Entwicklungen. Man könnte spekulieren, dass Simons Vergangenheit einen Patienten betrifft, den er nicht retten konnte, oder einen medizinischen Fehler, der seine Karriere beendete. Vielleicht hat er auch jemanden verloren, der ihm nahestand, und konnte als Arzt nichts tun. Seine Anziehung zu Vicki, einer erfolgreichen Medizinerin, könnte sowohl eine Quelle der Bewunderung als auch eine schmerzhafte Erinnerung an das sein, was er aufgegeben hat.
Was Max und Basti angeht, scheint das Q-Fieber, das Vicki bei Basti vermutet, noch eine Rolle zu spielen. Könnte Bastis Krankheit der Katalysator sein, der die Familie endlich zusammenbringt? Nichts schweißt Menschen so zusammen wie gemeinsame Sorge um einen geliebten Menschen. Vicki könnte durch die Behandlung ihres Neffen endlich beweisen, dass sie nicht mehr das unreife Mädchen ist, das vor fünfzehn Jahren verschwand.
Die Parallelen zwischen den drei Hauptfiguren sind frappierend: Alle drei laufen vor etwas davon, alle drei müssen lernen, sich ihrem Schmerz zu stellen. Vicki ist auf diesem Weg bereits am weitesten – sie hat den Verrat von Hannes verarbeitet und sich entschieden, nach vorne zu blicken. Jetzt könnte sie zur Katalysatorin werden, die auch Max und Simon hilft, ihre emotionalen Blockaden zu überwinden.
Was bedeutet das für die Beziehungsdynamik?
Die knisternde Chemie zwischen Vicki und Simon wird durch diese gemeinsame emotionale Reise nur intensiver werden. Beide haben tiefe Wunden, beide lernen gerade, dass Flucht keine Lösung ist. Eine Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich gegenseitig beim Heilen helfen, könnte authentischer nicht sein. Allerdings birgt das auch Risiken: Wenn Simon sich seinem Schmerz stellt und dabei feststellt, dass er zurück in die Medizin möchte, könnte das die Dynamik in Wiesenkirchen komplett verändern.
Die morgige Folge verspricht also nicht nur emotionale Höhepunkte, sondern auch entscheidende Weichenstellungen für die weitere Handlung. Die Frage ist nicht mehr, ob sich etwas verändert, sondern wie radikal diese Veränderungen sein werden. Fans der Serie sollten sich definitiv die Taschentücher bereithalten – bei so viel aufgestauten Emotionen ist mit Tränen zu rechnen, sowohl bei den Charakteren als auch vor den Bildschirmen.
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